Liscom von Fasar

Liscom von Fasar (c) Ina Kramer

Geb.: um 970 BF
Gest.: 1009/1015 BF
Augenfarbe: schwarz
Haarfarbe: schwarz
Titel: ehem. Spectabilitas Secundus
Tätigkeit: ehemaliger stellvertrender Leiter der Akademie der Geistigen Kraft
Seelentier: keines

Liscom ist eine eindrucksvolle Gestalt: schlanker, gewandter Körper, mittelgroß, lange schwarze Haare, Kaiser-Reto-Bart, stets gepflegt gekleidet, mit ansprechenden Gesichtszügen und wohlklingender Stimme. Das Funkeln in seinen grauen Augen zeugt von Selbstbewusstsein und Stolz – ein typischer Tulamide also, eine rahjagefällige Gestalt zudem.

Liscom ist es gewohnt zu herrschen und gibt sich stets als überlegener, gebildeter Aristokrat, der es allerdings nur selten für nötig hält, seine Arroganz und Überheblichkeit zu verbergen.

Der gebürtige Fasarer wurde zuerst von einem Hauslehrer in der arkanen Kunst ausgebildet und besuchte nach zahlreichen Reisen die Pentagramm-Akademie zu Rashdul. Schließlich wechselte er aber an die Halle der Geistigen Kraft in seiner Heimatstadt und machte recht schnell Karriere unter den Schwarzmagiern.

Sein Fanatismus hat Liscom bereits das vielversprechende Amt der stellvertretenden Spektabilität in Fasar gekostet, da Spektabilität Thomeg Atherion im Borbaradianismus, zu dem sich Liscom offen bekennt und an den er aus voller Überzeugung glaubte, nichts als „elende Kriecherei“ sieht und diesen „schändlichen Einfluss“ umgehend entfernte. Daraufhin richtet er sich in der Gorischen Wüste häuslich ein, wo er Mindorium abbaut, über ein Heer von Sklaven befielt und gelegentlich Freunde – vor allem aus Selem, das er auch desöfteren selbst besucht – empfängt, mit denen er ein Ritual zur Beschwörung seines Meisters Borbarad vorbereitet. Dabei wird er von einer Heldengruppe in Begleitung des Alten Drachen Teclador gestört und getötet.

Als Untoter findet er in Dragenfeld alles, was er zu einem zweiten Versuch braucht. Mit der stolzen, gepflegten Figur des Tulamiden hatte das Wesen, welches die Beschwörung vollzog nur noch wenig zutun. Als die Helden in Dragenfeld erneut auf Liscom von Fasar treffen, ist von dem einst so gepflegten jungen Mann nur noch eine verbrannte, geschundene Hülle geblieben, die kaum lebendiger aussieht als seine bedauernswerten rituellen Opfer. Er trägt ein weites Ritualgewand, das Fleisch darunter scheint bereits vor langer Zeit bis auf die Knochen verbrannt zu sein. Dennoch zeigt die Ruine seines Gesichts Ähnlichkeiten mit einem Mann von Kultur und Bildung, aber ohne Skrupel und menschliche Moralbegriffe – fanatisch in seinem Glauben. Seine linke Augenhöhle ist leer und Finsternis entströmt ihr.

Er missbraucht und manipuliert den Landstrich um Dragenfeld herum als Energiespender für sein Ritual, da er hohe Mengen an satinav’scher Energie benötigt, um Borbarad dem Limbus zu entreißen. Dies gelingt ihm durch die schrittweise Verblendung einer jungen Tsa- Geweihten, die, in dem Glauben, sie würde damit dem Land Gutes tun, echsische Rituale durchführt, die ihm bei seinem Werk helfen.

Am 2. Rahja 1015 BF gelingt es ihm schließlich, Borbarads Geist aus dem Limbus zu befreien. Die Helden können den entrückten Liscom zwar töten, doch das Ritual ist nicht mehr aufzuhalten. Das Almadine Auge überträgt sich an diesem Tag von Liscom von Fasar auf Mimi und macht sie so zur Ersten Gezeichneten.

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