Raidri Conchobair

Raidri Conchobair (c) Ina Kramer

Geb.: 8. Rondra 958
Haarfarbe: dunkelblond
Augenfarbe: blau
Größe: 95 Finger
Titel: Markgraf (vormals Graf) von Winhall
Tätigkeit: Held
Seelentier: Adler

Der albernische Hüne trägt das blonde Haar im Wehrheimer Bürstenschnitt. An den grauen Schläfen und den Krähenfüßen um die blauen Augen sieht man, dass er bereits an die sechzig Sommer zählt. Zahlreiche Narben zeugen von ungezählten Schlachten und Zweikämpfen. Die hohe Stirn wird vom markgräflichen Stirnreif mit Scheitelbügel gekrönt, am Ohr baumelt eine kleine Doppelaxt. In der Rückenscheide führt Raidri die Zwillings-Enduriumschwerter Antworter und Vergelter mit sich, ihre geschwungenen Parierstangen sind mit maraskanischen Blutopalen besetzt, die eigentümlichen Scheibenknaufe mit Adamanten verziert.

Der Markgraf von Winhall ist eine lebende Legende. Er befreite die Prinzessin von Weiden aus den Fängen einer Goblinschamanin, gewann das vorletzte Donnersturmrennen und siegte mehrfach im Garether Kaiserturnier. Er nahm an Kaiser Retos Eroberung Maraskans teil und bezwang dort während des späteren Tuzaker Aufstands die Blutzwillinge. Bei Warunk erschlug er den Riesenoger Arzuch und bekämpfte den Nachtdämon im Molchenberg, bevor er in der Schlacht der 1000 Oger Rondras Donnersturm lenkte. Wegen seiner beidhändigen Fechtkünste hat ihm das Volk den Ehrentitel des „Schwertkönigs“ verliehen und er soll in über hundert Zweikämpfen noch nie geschlagen worden sein. Raidri gilt als einer der größten Helden der Gegenwart, sein Name ist im Register der Rondra gefälligen Recken niedergelegt und eine der Säulen in der Ruhmeshalle zu Arivor zeigt sein Bild.
Der Markgraf ist unverkennbar Albernier: temperamentvoll-aufbrausend, rastlos, zuweilen schmunzelnd-schweigend, großzügig, aber mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn. Er hat sehr viel erlebt und noch mehr gesehen. Er erzählt für sein Leben gern von seinen eigenen Heldentaten, hört sich aber auch die Abenteuer anderer mit leuchtenden Augen und begeisterter Anteilnahme an – niemand versteht besser, dass das Heldenleben eine Berufung ist. Mit gleichermaßen kriegskundigen Helden wird er mit Vergnügen fachsimpeln. Raidri ist rondratreu, aber auffallend undogmatisch. Von Staatswesen hat er offenbar nicht viel Ahnung, und die Pflichten eines Landesvaters scheint er zugunsten seiner Questen zu vernachlässigen. Dafür hat er über die Jahrzehnte ein sehr gutes aventurisches Allgemeinwissen angesammelt und kann sich mit Magiern, Geweihten, Elfen oder Mohas gleichermaßen interessiert und halbwegs kundig über ihre Erfahrungen unterhalten.
Im Alter realisiert der Schwertkönig, dass während seines Aufstiegs zu höchstem Heldentum zahllose weniger fähige Mitstreiter und Freunde gestorben sind, und das vergossene Blut aus einem halben Jahrhundert des Kampfes macht ihn gelegentlich grüblerisch und verdrossen. Doch wenn es zum Kampf kommt, ist er jedes Mal erneut in seinem Element.

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