Das Wandelnde Bildnis

Direkt auf Jenkos linker Brust sitzt die magische Tätowierung, die die Hexe Luzelin kurz vor ihrem Ableben mithilfe einer Nadel aus dem Alicorn eines Schwarzen Einhorns geschaffen hat. Das Bild wirkt wie das Meisterwerk eines thorwalschen Tätowierers: Die Linien sind so fein wie die Hautporen selbst, die Farben leuchten kraftvoll, Haare und Muttermale fügen sich harmonisch in das Bild, als würden sie nur für dieses Zauberwerk existieren. Muskelbewegungen unter der Haut erwecken das Bild zu unheimlichem Leben. Es ist fast eine Schande, das schöne Bild unter der Kleidung zu verstecken.
Das Motiv stellt eine im Flug befindliche Biene dar. Hintergrund und Rahmen des Bildes werden von Pflanzenranken gebildet, die sich ornamental umwinden. Bisweilen glaubt man Symbole für Verbindung, Gleichgewicht und Humus zu erkennen.

„Die Haut ist nur eine Hülle für unsere Seele“, sagt man im Volksmund. Die Farbkomposition des Hautbildes mit großen Mengen an Elfengrün, Rotgold, Kobaltblau und Ocker erinnert an die elfische Schule der Malerei, die seit der Rohalszeit beliebt ist. Sie wird vor allem zur Darstellung von Harmonie und Frieden verwendet, aber auch Weißer Magie.

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