Delians Brief

Dieser Brief wurde im Rahja 1018 nach über einem Jahr durch einen Beilunker Reiter überbracht:

Werte Gezeichnete,

beinahe zwei Jahre sind vergangen, seit uns die Ereignisse im weidenschen Dragenfeld zusammenbrachten. Seitdem ist (…)

(…) euren weiteren Weg, eure Queste und eure Berichte sehr genau verfolgt. (…)

(…) denke jedoch, dass einige Details meiner Forschungen hier auf Maraskan eventuell auch für eure Queste von großer Wichtigkeit sind.

Im Auftrag des Reiches wurde ich im Boron diesen Jahres in einer Sondermission inoffiziell nach Maraskan gesandt, um eine mögliche Zusammenarbeit zwischen maraskanischen Widerständlern, Khunchomer Schmugglern und verderbten Echsenmenschen aufzudecken. (…)

(…) durch Untersuchungen von echsischen Ruinen im Vimbatja, am Osthang des Amdeggyn-Massivs. (…)

(…) in Begleitung des Brabaker Questadors und sehr guten Maraskan-Kundlers Borotin Almachios. Erst nach einiger Zeit fiel mir seine anatomische Besonderheit mit sechs Fingern an jeder Hand auf. Neben den recht schwierigen Kontakten zu den einheimischen Rebellen und Widerständlern stießen wir auf einige Personen, die mir im Zusammenhang mit den undurchsichtigen Aktivitäten der Echsen als verdächtig, wenn nicht gar als unheimlich aufgefallen sind.

Zum einen hält sich dort, wohl von Stoerrebrandt finanziert, ein gewisser Magister Hilbert von Puspereiken auf, der Ausgrabungen von echsischen Ruinen vornimmt, bei dem ich aber nicht einschätzen kann, zu welchem genauen Zweck. Es scheint, als suche er nach etwas ganz Bestimmten. Almachios berichtete mir von den nie enden wollenden Gerüchten um die geheimnisvolle Echsenstadt Akrabaal, die seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden irgendwo im Dschungel existieren soll. Allerdings entdeckten wir den sogenannten Friedhof der Seeschlan(…)

(…) Almachios sehr erfreut und durchstreifte die Höhlen aus mir unbekanntem Interesse. (…)

(…) wurden die Fremden – weder maraskanische Widerständler noch Händler noch Strandpiraten – von einem harten Kerl, einem gewissen Rayo Brabaker, den alle nur den „Auserwählten“ nennen. Ein kahlköpfiger Novadi (…) sind (…) mysteriös (…)

(…) Inzwischen befinde ich mich mit meinem Begeleiter auf dem allmählichen Weg zurück nach Tuzak. Diesen Brief gebe ich in einem Fort an der Straße nach Boran auf. Die letzten Wochen haben mich doch sehr gefordert – die ganze Insel scheint mir eine einzige tödliche Falle. Selbst Borotin ist mir seit einigen Tagen unheimlich – ich merke immer wieder, dass ich ihn unterschätze. Ich hoffe nur, dass er sich ihnen nicht angeschlossen hat oder zu ihnen gehört. Aber dann wäre ich vermutlich schon längst tot.

In Tuzak werde ich Fürst Herdin mehr von der akuten Gefahr, die von den unbeobachteten subversiven Elementen im Dschungel ausgeht, berichten. Sollte euch eure Queste eines Tages nach Tuzak verschlagen, so zögert nicht, euch bei mir zu melden. Es ist viel geschehen in zwei Jahren, und ich glaube inzwischen, dass wir einiges zu besprechen haben. Eventuell benötige ich sogar eure Hilfe bei dieser Sache.

Solltet ihr mich in Tuzak nicht antreffen, wendet euch an KGIA-Pberst Praiotin von Rallerau, er kann jederzeit Kontakt zu mir herstellen und euch zu mir führen.

Delian von Wiedbrück,
Mitte des Phexmondes des Kaiserjahres 24,
auf der Oststeite des maraskanischen Eilandes
gegeben zu später Abendstunde

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