Reise Reise

Die letzten Wochen haben wir uns mit dem Sammeln von Informationen und dem informieren anderer Gruppierungen beschäftigt. Nachdem wir viele Ansatzpunkte erhalten hatten, haben wir begonnen, diese zu erkunden.

Nachdem wir die Gorische Wüste hinter uns gelassen haben, sind wir mit der Hilfe des Ortskundigen Hadshaef Alajana nach Temphis gereist, um den weiten Weg über Mherwed zu vermeiden. Diese Reise war sehr anstrengend aber wir haben dadurch immerhin einige Tage gespart. Nachdem die Straße von Mherwed nach Khunchom erreicht war, konnten wir ohne Probleme diese herrliche Stadt erreichen.

Wenn man so will, haben genau hier, für einige von uns, die Ereignisse ihren Anfang genommen. Hier war es, wo unter anderem Caibre die Familie da Merinal kennen lernte und von wo sie ihre beschwerliche Reise in die Gor unternahmen. Mir wurde viel von den Ereignissen berichtet und auch wenn ich nicht selber daran teilnehmen konnte, werde ich selbige bald nieder schreiben.

In Khunchom gibt es Tempel aller 12 Götter und hier befindet sich die „Heilenden Quellen der Tsa“. Für uns war allerdings die Drachenei-Akademie viel wichtiger. Dort erfuhren wir etwas über die Dämonenkrone. Wir hatten ja bereits Hinweise auf selbige gefunden. In der Akademie wurde uns nun mitgeteilt, dass sie ursprünglich 13 strahlig gewesen sein soll und Teil des Frevlergewandes. Dieses Gewand besteht wohl aus 4 Kleidungsstücken und die Dämonenkrone bringt die Herrschaft über das gesamte Pandämonium. Zum Gewand gehören ein Mantel, eine Spiegelmaske, ein Tuch und die Krone. Sobald Ali wieder voll einsatzfähig ist, dazu gleich mehr, werde ich mit ihm darüber reden. Wir vermuten, dass Borbarad versuchen wird dieses Gewand, zumindest aber die Krone zu erlangen. Nach dem Besuch in der Akademie fuhren wir schnell weiter nach Tuzak. Die vorübergehende Trance unseres Magiers Ali war sehr hilfreich und zwar in zweifacher Hinsicht. Zum einen liegt er uns seit Wochen in den Ohren, wie groß und toll doch das Land Rastullahs sei und wie fortschrittlich. Einigen aus der Gruppe ging dieses schon ein wenig auf die Nerven, aber so ist es halt. Zum anderen hat er uns sehr klar mitgeteilt, dass er nicht beabsichtigt, über das offene Meer zu fahren. Ich mutmaße, er hat Angst vor dem weiten Meer und es hat eher weniger mit irgendwelchen religiösen Gesetzen zu tun, wie er uns weismachen möchte. Ich habe zumindest noch nie etwas vom 57. Gesetz Rastullahs gehört mit der Anmerkung a die besagt „dem Rastullahgläubigen Magier ist es verboten Reisen über das offene Meer zu unternehmen“.  Wir können nur hoffen die „Starre“, die er durch die Kälte in der Gor erlitten hat, hält noch etwas an.

Die Überfahrt nach Tuzak war nicht schlimm und sowohl Cerano als auch Inos betraten nach langer Zeit wieder ihre Heimatinsel. Ich hege allerdings den Verdacht, dass Inos froh war, als wir nach ein paar Tagen wieder abreisten, den familiären Banden entkommen zu sein. Cerano erledigte einige Dinge und unsere nächste Station war Selem.

Ich kann mir kaum eine bessere Stadt vorstellen, in der sich Liscom verstecken konnte, um als Untoter die Rückkehr Borbarads vorzubereiten. Seit den Khomkriegen liegen vieler der Gebäude in Trümmern und es wird noch dauern bis alles wieder hergestellt ist. Das erste Mal in meinem Leben sah ich Echsen und war erstaunt, wie sie sich bewegen und dass es Menschen gibt, die diese sehr schwere Sprache sprechen können. Unsere Nachforschungen führten uns zu einem Haus Liscoms. Trotz der Zeitspanne, erinnerten sich viele Bewohner an einen einäugigen nach starkem
Parfum duftenden Mann. Noch immer gehen in dem Haus fürchterliche Dinge vor sich. Im Kellergeschoß wären wir beinahe in einen Kampf mit Skeletten verwickelt wurden. Durch geschicktes agieren konnten wir diesen vermeiden. Trotz allem sollte eine Abordnung von Antimagiern sich dieses Ortes annehmen.

Viele Informationen kamen nicht heraus. Wir haben mittlerweile ein sehr genaues Bild von den Ereignissen seit Liscoms vermeintlichen Tod in der Gor bis zu den Ereignissen in Dragenfeld. Wir hofften sehr auf Hinweise für zukünftige Ereignisse um unserem Widersacher endlich mal einen Schritt voraus zu sein. Von allen Hinweisen blieb uns nur ein Name übrig. Harun al Matassa, einer der erhabenen in Fasar und ein Schwarzmagier. Wir diskutierten sehr lange wie wir nun weiterhin vorgehen wollen. Ich war dafür die konkrete Spur die wir haben zu verfolgen und nach Fasar zu reisen um zu sehen ob wir an Harun heran kommen. Die anderen meinten aber, es sei nicht möglich diesen Erhaben zu stellen. Sie wollten unsere Reise lieber fortsetzen, um andere Akademien und Regierungen zu informieren. Wir einigten uns dann auf einen Kompromiss. Wir setzen unsere Reise fort und informieren bei erster Gelegenheit Dexter Nemrod. Wir hoffen, so an Informationen zu kommen und einen Weg zu finden wie wir weiter verfahren können.

Wir reisten dann weiter auf dem Landweg ins Horasreich und informierten einige Akademien. Auf dieser Reise trafen wir auch auf Raidri Conchobair, den berühmten Schwertmeister. Caibre und Cerano kannten ihn schon persönlich, da sie das 75. Donnersturmrennen gewinnen konnten, welches von Meister Conchobair ausgetragen wurde. Wir teilten ihm unsere Geschichte mit und er nahm sich Zeit Fragen zu stellen und analysierte unsere Geschichte. Er machte einen sehr netten Eindruck und ich hoffe, wir haben in ihm einen starken Verbündeten gefunden.

Nun haben wir den gesamten Südkontinent fast umrundet. In Punin angekommen erfuhren wir, dass die Zwerge dabei sind einen Hochkönig zu wählen. Dies geschieht nur in extrem gefährlichen Zeiten. Wir entschlossen uns daher ins Zwergenreich Waldwacht zu reisen um zu erfahren ob die Zwerge weitere Hinweise haben.

Ich mache mir sorgen um Ali. Weiterhin ist er in dieser Trance und es scheint keine Besserung in Sicht. Sollen wir weiter reisen oder lieber verweilen bis sich sein Zustand bessert. Leider kann er sich nicht äußern und daher schwimmen wir etwas bei unserer Planung.

Jenko Emaneff Boron 1017

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One Response to Reise Reise

  1. Cerano says:

    Wohl, geschrieben mein junger Freund, aber in einer Sache muss ich euch korrigieren.

    Ich habe auf dieser Insel lediglich mein Zweitstudium absolviert und zähle sie nicht zu meiner Heimat.

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