Von der Mine zum Friedhof der Seeschlangen

Leider sind meine Aufzeichnungen der der letzten Erlebnisse zum Teil dem feuchten Dschungel zum Opfer gefallen und meine Erinnerung lässt mich immer mal wieder im Stich. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir letztlich doch noch zum Haranydad gelangt sind, die uns aus den Fängen des Diskus von Boran befreit haben. Wir konnten ihnen bei einem kleineren Problem mit der Spinne einer einer Hexe behilflich sein und im Gegenzug wollten sie uns weiter Richtung Mine bringen.

Unterwegs trafen wir auf eine archäologische Ausgrabungsstätte des Saurologen Hilbert von Puspereiken. Dieser erzählte uns etwas von einer heiligen Stadt der Echsen namens Akrabaal, welche durch 11 Siegel geschützt sei. bei Untersuchungen am Heiligtum Ssel’Althach soll durch Praiotin von Rallerau eines dieser Siegel gestohlen worden sein.

Der Führer des Haranydad führte uns dann zu der Gruppe „Rurijidas Schwert“, welche den letzten Teil bis zur Mine übernehmen sollten. Später trafen wir dann 3 echsische Abgesandte von Akrabaal, die uns in einer kaum verständlichen Sprache baten, das gestohlene Szepter von Ssel’Althach wiederzubeschaffen.

Schließlich erreichten wir die Mine Amran Anji, doch dort erwartete uns ein grausiges Bild. Die gesamte Besatzung wurde ermordet! Zudem mussten wir uns noch zweier ausgewachsener Marasken erwehren. Aus dem Dienstbuch des Hauptmanns war herauszulesen, dass sein Banner nicht wie erwartet abgelöst wurde, sondern dass die Ablösung stattdessen mit dem Endurium unter der Führung von Praiotin von Rallerau aufgebrochen ist.

Vielleicht erinnere ich mich später noch an weitere Details. Für den weiteren Reiseverlauf habe ich nun wieder detaillierte Aufzeichnungen angefertigt.

Bei der Enduriummine

Nachdem wir die Mine und deren Umgebung näher untersucht hatten, stellte sich uns die Frage, ob wir der der verschollenen Karawane folgen sollen oder in die Tiefen der Mine hinabsteigen sollten. Aber welch Graus würde uns dort wohl erwarten? Der Eingang war mit Bannsymbolen überzogen und unsere Magister stellten fest, dass es sich um Bannsymbole gegen eine gehörnte Wesenheit aus der Domäne Agrimoths handelt.

Wir waren uns unsicher, ob die Bannsymbole etwas im inneren der Mine hindern sollen herauszukommen oder aber ob sie dafür da sind uns abzuschrecken. Meiner höchst wichtigen Meinung in diesem Zusammenhang wurde nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Da die Nacht nahe war nutzten wir die Zeit um auszuruhen und unser weiteres Vorgehen zu bereden.

In der Schmiede konnten wir noch ein kleines alchemistisches Labor finden. Cerano untersuchte es und stellte fest, dass dort viele Dinge fehlen, aber auch, dass es sich um Grundausstattungsstücke handelt. Wir haben uns dann entschieden, dass wir der Karawane folgen werden und wir dann Antworten bekommen wer oder was im inneren der Mine ist.

Wir versorgten noch die ganzen Toten der Mine und begruben sie im Sinne Borons. Dabei fielen uns weitere Symbole auf die auf dämonische Wesenheiten schließen lassen.

In dieser Nacht vernahmen wir ein Wimmern und ein Geist ist uns erschienen. Er bat uns darum seinen Tod und den seiner Gefährten zu rächen und gab uns den Tip:

„Folgt der Spur des Todes nach Süden über den Amdeggyn-Pass“

Die Reise Tag 1 und Tag 2

Der erste Tag verlief sehr ereignislos und wir hatten Zeit unsere Wunden auszukurieren. Wir fanden einen versteckten Trampelpfad und waren uns einig diesem zu folgen, er führte grob Richtung Süden und von der Beschaffenheit her dürfte die von uns gesuchte Karawane dort entlang gereist sein.

Gegen Mittag des zweiten Tages erreichten wir eine Schlucht und fanden die „Spur des Todes“. Eine Hängebrücke war mittlerweile abgeschnitten und am Fuß der Schlucht sahen wir die ersten Toten der Karawane. Ob und wie sie genau ums Leben gekommen sind, darüber können wir nur spekulieren aber es war nun sicher, dass wir auf der richtigen Fährte sind. Wir diskutierten mehrere Möglichkeiten wie wir über die Schlucht kommen könnten und am Ende flog Mimi mit Hilfe ihres Besens über die Schlucht und wir bauten uns eine Ersatzbrücke. So kamen wir nach längerem Aufenthalt doch noch auf die andere Seite.

Tag 3 

Wir erreichten die Tuzak – Boran Straße und entschieden uns dann der Straße nach Boran zu folgen. Zum Amdeggyn-Pass hin sahen wir dann eine militärische Festung  unter der Leitung der Obristin Turike Hainbauer. Die Festung beheimatet 25 Mittelreicher und wir kamen schnell in ein Gespräch. Sie konnte uns diverse Informationen geben. Unter anderen erzählte sie uns die Sage der Blutzwillinge, für uns aber von viel wichtigerem Interesse war die Tatsache, dass sich die Karawane, unter der Führung von Praiotin von Rallerau, hier durch begeben hat. Die Obristin hatte die Vermutung  es handele sich um eine Geheimkommando. Kurze Zeit, etwa eine Woche später, kehrte eine Drachengardistin zurück zur Festung und erzählte etwas von einer Verschwörung innerhalb der Karawane. Allerdings glaubten ihr die Besatzung der Festung nicht und richteten sie als Deserteurin hin. Desweiteren erzählte uns die Obristin, dass im vergangenen Winter der KGIA-Kommissar Delian von Wiedbrück in der Festung zu Besuch war. Als er zurückkehrte, fiel ihr auf, dass Delian an einer Hand sechs Finger hatte und spekulierten woher er dieses wohl haben könnte. Wir verbrachten die Nacht in der Festung und waren uns nun sicher, auf der richtigen Spur zu sein.

Tag 4

Wir folgten der Straße weiter bis zur Passhöhe und am Nachmittag fiel uns erneut ein Trampelpfad auf und wir folgten diesem.

Tag 5

Am Mittag des fünften Tages seit unserer Abreise aus der Mine fiel uns etwas abseits des Weges Krähenlärm auf. Uns schlug ein süßer Geruch entgegen und als wir eine Lichtung betraten sahen wir etwas Schreckliches. Auf der Lichtung lagen die Leichen von knapp 50 Menschen, 4 Pferden und – graus – von 2 Ghulen.

Unsere Untersuchungen deuten darauf hin, dass die meisten der Toten vergiftet wurden sind. Da viele in ihre Decken gerollt waren, starben sie wohl im Schlaf. Von Praiotin von Rallerau fehlte jede Spur aber wir fanden das Dienstbuch des Hauptmannes der Drachengarde.  So konnten wir feststellen, dass unsere Vermutungen wohl sehr genau waren. Wir begruben die Leichen und entschieden uns dafür dem Trampelpfad weiter zu folgen, da wir es für wichtig ansehen, die Karawane zu finden und das Endurium zu erobern.

Tag 6 – Tag 8

Es wurde immer schwieriger der Spur zu folgen aber auch wenn wir mitunter Umwege gingen, so fanden wir die Spur immer wieder. Am 8. Tag traten wir dann erstmals seit langem aus dem Dschungel heraus und waren an der Küste angelangt. Unter uns sahen wir eine Bucht mit riesengroßen Skeletten und wir standen ehrfürchtig oberhalb des Friedhofes der Seeschlangen.  Etwas westlich von uns sahen wir einen Tempel und wir folgten dem Rand der Klippe hin zum Tempel.

Kurz vor dem Tempel gerieten wir dann unter Beschuss und sahen und zwei Gegnern gegenüber die uns fast in die Knie zwangen. Nur mit äußerster Kraft und der Hilfe unserer Magister konnten wir diese Gefahr überwinden. Ausgemergelt und schwer verletzt stolperten wir weiter in Richtung des Tempels…….

Was wird uns in den Tiefen erwarten?……

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Besatzer und Freiheitskämpfer

Da Jenko in letzter Zeit irgendwie…abwesend…wirkt, habe ich mir sein Tagebuch „geliehen“. Schließlich sind wir hier auf meiner Insel und so sollte die typisch mittelreichische Arroganz uns gegenüber auch mal durch die Wahrheit ergänzt werden…auch wenn sich Jenko bestimmt alle Mühe gibt, er wird uns eh nicht verstehen.

Also:

Nach der Feier zogen wir uns in die Hütte zurück, die uns Bruderschwester Matijias angeboten hatte. Mitten in der Nacht wurden wir von Kampflärm draußen wach. Mit nur dem Nötigsten an Kleidung, Waffen und Rüstung ausgestattet schauten wir vorsichtig nach was vor sich ging. Ein Trupp Mittelreichischer Gardisten war ins Dorf eingefallen und hatte die Dorfbewohner auf dem Festplatz zusammengetrieben. Einige der Gardisten durchwühlten die Hütten, immer in Zweiergruppen, als ob die Feiglinge bei so einem Überfall etwas zu befürchten gehabt hätten.

Ali und ich beschlossen uns unter die Dorfbewohner auf dem Platz zu mischen, in der Hoffnung dort zu erfahren wen die Gardisten suchten. Bei Tageslicht wäre sicherlich jedem aufgefallen, dass er kein Maraskani ist, aber dank der bunten Haarpracht war es so zumindest erstmal möglich unterzutauchen. Die anderen suchten hinter den Hütten Schutz und achteten darauf, außerhalb der Sicht zu bleiben.

Aus einer der Hütten zogen die Gardisten einen jungen Bruderschwester, welcher am Oberarm das rote Band der Dajinim trug. Vier der Dorfbewohner stürzten daraufhin kurzentschlossen mit Holzknüppeln auf die Gardisten zu, um den Rebellen zu beschützen, der ohnmächtig zu sein schien.

Da die Mittelreicher immer noch glauben, hier tun und lassen zu können was sie wollen, sah ich endlich eine Gelegenheit zu helfen, vor allem da mir klar war, dass das Dorf im Gesamten zu leiden hatte, weil dort der Rebell entdeckt wurde.  Ich packte also meinen Streitkolben fester und stürzte hinterher – nur um mich plötzlich im Nahkampf mit zwei ausgebildeten Gardisten zu befinden. Die Dorfbewohner lagen bereits stöhnend am Boden. Zum Glück kam Caibre mir zu Hilfe.

Zusammen haben wir versucht die Gardisten zu töten, die Zauberer und die Hexe hielten sich weiter versteckt. Irgendwo blitzte es kurz und ein paar der Gardisten scharten sich um Irgendetwas, aber ich war vollauf damit beschäftigt mir die Typen vom Leib zu halten. Die fingen allerdings an, sich merkwürdig zu benehmen, griffen nicht mehr an und starrten verwirrt in die Gegend, leider blieben sie trotzdem stehen. Und nicht nur das…es wurden immer mehr, statt fair zwei gegen zwei zu kämpfen, waren wir von 6 Gardisten umstellt. Da ich schon einiges wegstecken musste, ging es mir zu dem Zeitpunkt auch nicht mehr wirklich gut, aber außer mein Leben zu verteidigen, hätte ich nicht mehr gewußt, wie wir aus dem Pulk noch hätten entkommen können.

Ali brüllte uns zu, dass wir verschwinden sollen und da ich langsam doch weiß, was die Zauberer so leisten können, dachte ich nicht lange nach und rannte los. Kurz hinter mir schlugen zwei gewaltige Feuerbälle ein und erledigten einen Großteil der Gardisten, inklusive der Weibelin. Da ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte, versuchte ich so schnell wie möglich zu unserer Hütte zu kommen. In meinem Rucksack habe ich schließlich immer noch einige der Tränke die ich in Gareth beim Alchmisten gekauft hatte. Und nachdem ich mich in anderen Situationen davon überzeugen konnte, dass sie wirken, war es an der Zeit einen Selbstversuch zu starten.  Ich machte mir zwar Sorgen um die anderen, aber in meiner derzeitigen Verfassung wäre ich nicht mehr in der Lage gewesen, ihnen zu helfen.

Als ich wieder aus der Hütte kam, bot sich mir ein ungewöhnlicher Anblick: Caibre schwankte und war kaum noch in der Lage sein Schwert zu halten, kämpfen war ihm augenscheinlich unmöglich, und die Zauberer und die Hexe versuchten sich verzweifelt mit ihren Stäben bzw. dem Dolch gegen die schwer gerüsteten Mittelreicher zu verteidigen. Von denen standen allerdings auch kaum noch welche. Da ich mich, trotz meiner Wunden, einigermaßen erholt fühlte, rannte ich zu ihnen um auch noch die letzten Gardisten zu vertreiben. Einige haben den Weg in den Dschungel gewählt…aber wer nachts durch den Dschungel läuft, muss schon sehr viel Glück haben…

Cerano bewies wieder sein Geschick im Umgang mit Wunden und leistete Hilfe wo er nur konnte. Zwei der Gardisten hatten sich ergeben, doch eine Befragung brachte nichts außer den üblichen Hasstiraden der Anti-Maraskanischen Propaganda hervor. Wir haben sie den Dorfbewohnern überlassen.

Der Rebell dagegen konnte uns mit einigen Informationen weiterhelfen. So haben wir erfahren, dass die Darjinim ihr Gebiet weiter westlich von hier haben und das das Haranydad, deren Anführer sich „Haran“ rufen lässt, im Osten zu finden sei. Allerdings läge dazwischen noch das Gebiet des Diskus von Boran…und da unsere Gruppe zum großen Teil aus Mittelreichern besteht, ist es nicht grade ratsam es zu betreten.

Wir haben außerdem erfahren, dass das Erkennungsmerkmal der Haranydad ist, dass sie kein Erkennungsmerkmal haben, aber viele der Mitglieder sollen eine besonders dunkle Hautfarbe besitzen.

Viel mehr konnte der Darjinim uns leider nicht sagen und so haben wir den Rest der Nacht und die folgenden vier Tage dazu genutzt, um uns zu erholen.

Da wir uns nicht sicher sein konnten ob es nicht doch durch Zufall einer der Gardisten bis Alrurdan zurück geschafft hatte, um Verstärkung zu holen, wurde es für uns dringend Zeit weiterzuziehen. Wir hatten keine Wahl, um zum Haranydad zu kommen mussten wir durch Diskus-Gebiet, welche im Ruf stehen Mittelreicher ganz offen anzugreifen.

Wir kamen gut voran und in der Dämmerung fanden wir einen großen See. Dort beschlossen wir unsere Hängematten in die Bäume zu hängen und am nächsten Tag weiterzumarschieren. Doch auch diese Nachtruhe wurde gestört. Es wurde laut und kurz danach hatte ich einen Giftpfeil im Hintern stecken, präpariert mit irgendeinem Lähmungsgift. Ich schaffte es irgendwie mir selbigen herauszuziehen und ihn mir genauer anzusehen, es waren gelb-purpurne Pfeile, der Diskus. Ich verstehe unter „Mittelreicher offen angreifen“ zwar keine nächtlichen Überfalle, aber in dem Moment hatten wir eh kaum Zeit zum Nachdenken, denn schon kam die zweite Salve an uns vorbeigezischt. Ich habe versucht Kontakt aufzunehmen, aber weder mein Ruf „Ich grüße den Diskus von Boran“ noch mein verzweifelter Versuch durch Fallenlassens meines Wipfeltiger-Armbandes zu zeigen, dass wir keine Feinde waren, schlugen fehl. Stattdessen kam der Befehl herunterzukommen und uns zu ergeben. Wie meine Kameraden den Abstieg geschafft haben ist mir ein Rätsel, mitten in der Nacht und bei Regen…

Nur die Hexe konnte sich dank ihres Besens in Sicherheit bringen, uns wurden Augenbinden angelegt und wir wurden eine ewige Strecke durch die Nacht geführt. Dann wieder Kampflärm, und unsere Bewacher ließen uns los. Natürlich haben wir sofort die Augenbinden abgenommen, die Hexe war wohl unvorsichtig geworden und hatte sich auch einfangen lassen, zumindest stand sie mit uns am Rand.

Inosolan am 15. Praios 1019

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Durch die maraskanische Hölle

Die Wipfeltiger haben uns noch ein wenig durch den Dschungel  begleitet und gezeigt wie wir auf die Tuzak-Jergan-Straße kommen können. Leider waren wir uns nicht sicher, ob es der richtige Weg war und als wir nach längerem Dschungelmarsch auf einer Reisplantage trafen, freuten wir uns. Die Arbeiter und Vorarbeiter der Plantage gaben uns neue Orientierung und so setzten wir unseren Weg fort und kamen zu einem Hochsitz. Wir waren froh, endlich wieder auf ein Zeichen von Zivilisation zu stoßen.

Wir fanden einen toten Soldaten der sich wohl beim hinabsteigen der Leiter das Genick gebrochen hatte. Wir hätten dieser Person sehr gerne geholfen, aber wir kamen zu spät……..oder so ähnlich….

Nicht weit entfernt lag das Fort „Retoglück“ welches von Hauptmann Drastan von Erlenholm geführt wird. Von Führung zu reden wäre aber eine leichte Übertreibung denn nicht nur der Name klang nach Vergangenheit. Die Besatzung des Forts wartet bereits seit einigen Jahren auf ihre Ablösung und es hat sich eine Art und Weise breit gemacht, die ich so noch nicht erlebt habe, wenn man einmal  von unserem Krieger Caibre absieht.

Der einzige einigermaßen normale Mensch schien mir der Medicus Quendan zu sein. Er redete mit unseren Magistern über Heilkräuter. Er bat  uns inständig darum, Hilfe zu schicken.  Die Blödheit der Bewohner zeigte sich z.B. da drin, dass sie einen Toten in  einem Käfig, welcher sofort erkenntlich schon seit längerem tot ist nicht begruben. Er hatte sich betrunken seiner flüssigen Körperausscheidungen in den Brunnen des Forts entledigt. Ob er durch Krankheit oder Wassermangel starb kann ich nicht sagen. Auch das Essen war mehr als merkwürdig.

Am selben Abend wurde unseretwegen ein Festessen  veranstaltet. Vielerlei sonderliche Gerichte gab es dort und ich traute mich, etwas davon zu probieren. Vielleicht hätte es mich verwundern sollen, dass Inos sich zurück gehalten hat aber  meine Neugier siegte dann doch. Es gab u.a. gebratenen Affen welcher mehr als widerlich schmeckte. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an Aufzeichnungen meines verehrten Kollegen Indianatus Jonasik, welcher bei der Erkundung eines Tempels einmal Affenhirn auf Eis gegessen haben soll. Nun kann ich seine Worte sehr gut nachvollziehen. Nervös machte uns dann noch ein abgerissener Steckbrief, welcher so unkenntlich war, dass wir nur vermuten konnten, dass dieser Steckbrief uns beschreiben soll. Wie dies sein kann ist uns aber noch ein Rätsel und vielleicht sind wir nur paranoid.

Nachdem wir dieses Fort verlassen hatten, kamen wir bald zur Tuzak-Jergan-Straße und folgten dieser nach Süden bis zu dem Ort Alrurdan, dieser ist nicht mit dem Ort Al Bundy zu verwechseln, der ein reines Moloch ist. Unser Krieger Caibre…..aber das hatten wir schon mal….

In Alrurdan fielen uns sogleich zwei Tavernen auf, eine mittelreichische und eine maraskanische. Der „Baliho Bär“ lud mich sogleich ein Informationen zu sammeln und etwas mittelreichische Luft zu schnuppern. In der Taverne konnten wir zumindest sehr gut essen, Informationen waren aber leider nicht zu bekommen. Dafür bestätigte sich unser Verdacht und wir fanden Steckbriefe auf denen wir eindeutig zu erkennen waren.

Inos versuchte sich zur selben Zeit in der maraskanischen Taverne mit Informationen einzudecken. Leider konnte sie außer „familiären“ Informationen nichts herausfinden.

Weiterhin gibt es in Alrurdan eine mittlreichische Kaserne unter der Leitung von Hauptmann Helmdengler. Er berichtete uns, dass der Haranydad sehr aktiv sei. Um weitere Informationen unter den Soldaten zu sammeln lies ich mich als Kartenzeichner anstellen und konnte so Informationen sammeln ohne gleich erkannt zu werden.  Hauptmann Helmdengler konnte uns auch nicht sagen, wo die Enduriummine liegt. Er wusste nur, dass sie irgendwo in der Maraskankette  liegen soll und dass die Drachengarde dafür zuständig ist. Vor ein paar Monaten soll bereits eine offizielle Gruppe aus Rommilys nach der Karawane gefragt haben.

Während ich erfolglos versuchte, Informationen zu sammeln und unser Krieger damit beschäftigt war, uns Schwierigkeiten zu bereiten, die anderen wiederum damit beschäftigt waren diese Schwierigkeiten abzuwenden, wurde Inos in den Rur und Gror Tempel zum Hochgeschwisterpaar Galideran und Daruziber gerufen. Inos besprach unsere Pläne und uns wurde der Führer Marech zur Seite gestellt. Dieser hat eine sehr interessante Art des Weg findens. Er wirft dauernd einen Diskus und folgt dieser Richtung. Wäre es um die Anzahl der Würfe gegangen, wäre eine Ähnlichkeit mit der im Norden bekannten Tradition zu erkennen, eine Kugel mit möglichst wenig Würfen über eine bestimmte Distanz zu werfen.

Zumindest konnte er uns gut den Weg zeigen und wir bogen ohne ersichtlichen Grund an einer Stelle in den Dschungel, die ich niemals gefunden hätte. Kurze Zeit später trafen wir auf einen alten Kampfschauplatz. Wir fanden mehrere Pfeile von Rebellengruppen und konnten sogar einige davon zuordnen.

Später am Tage erreichten wir ein Dorf, in dem Feierlichkeiten zur Geburt eines Kindes abgehalten wurden. Dies war eine sehr schöne Abwechslung und wir konnten für einige Zeit unsere Probleme vergessen und ausgelassen feiern. Ich, bzw. wir, wissen nun auch, wie die Maraskaner ihre bunten Haare bekommen. Dafür benutzen sie das Sekret des Regenbogenanbeters . Es fühlte sich anfangs sehr komisch an, aber die ausgelassene Stimmung wirkte sich auch auf mich aus. Ich frage mich, wann ich eigentlich zum letzten Mal so ausgelassen gefeiert habe. Vielleicht schon nicht mehr seitdem die De Marinals damals in Khunchom ankamen und die Ereignisse in der gorischen Wüste ihren Anfang nahmen.

Manchmal kann Unwissenheit ein Segen sein.

Jenko Emaneff am 11. Praios 1019

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In den Fängen der Wipfeltiger

Mehr als ein Jahr ist mittlerweile vergangen und in dieser Zeit reisten wir viel umher. Mehrere interessante und zugleich erschreckende Meldungen, die ich bereits vor einiger Zeit in das Tagebuch eingeheftet habe, erreichten uns. Vor allem mehrere Berichte von der Insel Maraskan ließen uns aufhorchen. So verwunderte es uns nicht, dass uns mitten in der Wildnis ein Beilunker Reiter fand und einen sehr vergilbten Brief überreichte. Dieser Brief war vor mehr als einem  Jahr von Delian von Wiedbrück aufgegeben wurden. Auch wenn in unserer Gruppe gespaltene Meinungen über Delian herrschen, so machten uns seine Worte doch sehr besorgt. Wir entschieden uns nun,  den Weg nach Maraskan auf uns zu nehmen, denn eine Aussage über seinen Führer auf der Insel machte uns sehr misstrauisch. Dieser Führer namens Borotin Almachios besitzt sechs Finger an jeder Hand und wir wissen, dass der Bezwinger der Blutulme bei Arras de Mott ebenfalls sechs Finger besaß. Für uns gab es nun nur noch einen Weg: den, der nach Maraskan führt.

In der Nähe von Punin, als wir uns gerade in einer Taverne von den Strapazen des Tages erholten, kam eine Novizin der Boronkirche zu uns. Sie steuerte mich wie selbstverständlich an und überbrachte eine mündliche Nachricht der Puniner Boronkirche, dass wir in dringender Angelegenheit zu sprechen gewünscht werden. Solva, so ihr Name, hat mich ohne Umschweife angesprochen. Dies an sich wäre schon mysteriös genug, aber das Unheimliche daran war, dass Solva blind ist. Meine Gefährten machten daraufhin Bemerkungen über meinen Körpergeruch und dass ich mich doch mal wieder waschen könne. Ich streite in diesem Zusammenhang ab, einen unnormalen oder strengen Geruch zu besitzen und verurteile solcherlei Unterstellungen aufs Schärfste!

Solva begleitete uns nach Punin  und wir wurden dem Erhabenen der Puniner Boronkirche, dem Raben von Punin, vorgeführt. Dieser würdevolle Vertreter der Boronkirche ist ungefähr 80 Jahre alt und besitzt eine sehr starke Ausstrahlung. Dabei war nicht nur wie zu erwarten ein Golgarit anwesend, sondern auch eine Commandanta der Al’Anfaner Rabengarde. Wenn schon Ordensritter des Al’Anfaner Ritus‘ hier in die Halle gelassen werden, mussten die Nachrichten sehr besorgniserregend sein.

Die beiden Ordensritter, auf der einen Seite Gernot von Mersingen, dem Vertreter der Puniner Kirche und zum anderen Katalynja Adranez, die Vertreterin der Al‘Anfaner Kirche, berichteten uns von einem Diebstahl des Metalls Endurium auf Maraskan. Einmal im Jahr gibt es einen Transport mit Endurium von der Amran-Anji-Mine auf Maraskan nach Tuzak. Von dem Erlös bekommen alle Kirchen ihren Zehnt. Viel wichtiger ist aber, dass dieses Metall eine sehr wichtige Alchemistisch-magische Eigenschaft besitzt und in der Größenordnung gefährlich sein könnte.

Im weiteren Gespräch haben wir noch folgende Punkte in Erfahrung gebracht:

  • Der genaue Standort der Mine ist unbekannt. Dies ist nur im Tuzaker Fürstenpalast herauszufinden
  • Die Karawane wird üblicherweise von einem Banner der Adlergarde oder der Drachengarde begleitet
  • Das Erz – etwa um 5 Stein – wird entweder in Jergan oder in Tuzak auf ein bewaffnetes Schiff verladen, das von Einheiten der kaiserlichen Perlenmeerflotte nach Perricum geleitet wird
  • Rekonstruierter Zeitablauf:
    • 8. Ingerimm 1018: die Nachricht vom Verschwinden der Karawane erreicht Tuzak
    • 10. Ingerimm: die Boron-Tempel in Punin und Al’Anfa erhalten die Nachricht vom Verschwinden der Karawane und setzen jeweils Agenten auf die Sache an
    • 9. Rahja: Der Boron-Tempel zu Al’Anfa ist sich sicher, dass die Agenten der Hand Borons über das Nirgendmeer gegangen sind. Die abgetrennten Köpfe wurden am Tuzaker Boron-Tempel gefunden

Dies war eine weitere Nachricht, die uns nach Maraskan führt. So nahmen wir den Auftrag an, dass Verschwinden der Karawane zu untersuchen und machten uns sogleich wieder auf den Weg nach Khunchom. Die weitere Reise war gut geplant und auch ein Schiff erwartete uns bereits in Khunchom.

In Khunchom hatte Cerano noch eine Vision, als er den Borontempel besuchte. Er fühlte sich plötzlich alleine und eine schwarze Hand umgriff ihn. Diese Hand hatte sechs Finger. Wir machten uns daher schnell bereit für die Überfahrt nach Tuzak. Das größte Problem war jedoch die Seeblockade. Mir wollte nicht klar werden, warum das Mittelreich selbst für die eigenen Schiffe, für Vertreter der Boronkirche, die Blockade nicht aufheben wollte. Wir mussten daher wie Feinde des Reiches in der Dunkelheit reisen.

In der Nacht überraschte uns ein Tropensturm, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Ich dachte erst, es wäre ein Sturm dämonischen Ursprungs aber Cerano und Inos bestätigten mir, dass es sich um einen durchaus normalen Sturm in dieser Gegend handelte. Durch den Sturm wurden wir allerdings weit abgetrieben und unser Schiff havarierte. An eine Weiterfahrt war in der nächsten Zeit nicht zu denken.

Leider verloren wir viele wichtige Dokumente in dem Sturm und auch die Schiffsbesatzung erlitt Verluste. Wir entschieden uns, am nächsten Tag aufzubrechen und den Weg durch den Dschungel zu nehmen. In der Nacht jedoch wurden wir von marskanischen Widerstandskämpfern überrascht. Unser Kapitän konnte die Widerstandskämpfer von der Dringlichkeit unserer Mission überzeugen und so mussten wir ihnen zu ihrem Lagerplatz folgen. Dort wurden wir ihrem Anführer Orsijin vom Hira vorgestellt, der die Gruppe „Die Wipfeltiger“ nennt. Caibre erkannte in ihm aber einen alten Mittelreicher namens Orsino von Ragath, der angeblich sein gesamtes Banner absichtlich aufgerieben hat und anschließend desertiert ist. Nach einigen Verhandlungen konnten wir viele Differenzen beilegen und er gab uns weitere Informationen.  Es gibt eine Rebellengruppe die sich „Das Haranydad“ nennt, sie soll für den Überfall auf eine Enduriumkarawane im Jahr 1015 verantwortlich sein. Diese Gruppe weiß, wo sich die Mine befindet. Außerdem erklärte er uns, dass die Seeblockade vor allem dem Mittelreich selber schadet. Die Rebellen oder Wiederstandkämpfer leben autark und werden davon gar nicht betroffen. Dies belegte mein Misstrauen und Unverständnis. Wir werden nun versuchen uns durch den Dschungel zu kämpfen. Im Osten von hier soll sich die Straße Tuzak-Jergan befinden. Dort gibt es das Dorf Alrurdan, wo wir rasten und Verpflegung aufstocken können. Der dortige militärische Oberbefehlshaber Hauptmann Helmdengler weiß eventuell mehr über das Haranydad.

Jenko Emaneff im Praios 1019

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Der Hammer Malmarok

Nachdem wir das Zwergenkönigreich Waldwacht erreicht hatten, in diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass dies lediglich der garethische Name ist, wurden wir zum Zwergenkönig Arombolosch vorgelassen. Dieser bat uns, den Hammer Malmarok in die Zwergenstadt Murulosch bringen. Der Hammer ist das Amtszeichen des Hochkönigs der Zwerge. Als wir den Hammer in Festum bei Graf Growin holen wollten, bemerkten wir, dass der Hammer gestohlen wurde. Wir konnten dem Täter in Ferdok auf die Spur kommen und den Hammer zurück gewinnen. Beim Kampf gegen den Dieb, einen gewissen Rayo Brabaker, entfaltete dieser wundersame Kräfte, indem er Caibres magische Rüstung nur durch simple Berührung zum Schmelzen brachte. In seinem Todeskampf löste er wohl scheinbar in höchster Not ein magisches Artefakt aus und verschwand vor unseren Augen.

Mimi, unsere Hexe und seit den Ereignissen von Dragenfeld Gezeichnete, erkannte einen starken Fluch, der auf dem Hammer liegt. Sollte es zur Hochkönigswahl kommen wird dieser Hammer Zwist und Zwietracht säen. Die Eskorte, die uns begleitete, wollte uns anfangs nicht glauben und den Hammer auf jeden Fall nach Murulosch bringen. Wir konnten sie jedoch überreden, einen Abstecher zu einem Magier zu machen, der den Zwergen sehr gut Freund ist und sich seine Meinung anzuhören.

Der Magier heißt Rohezal vom Amboss und wohnt im Unsichtbaren Turm. Ein echt kauziger Magier, dessen Alter man unmöglich definieren kann. Unter den Magistern gilt er wohl als eine Legende und unsere beiden Magi waren sehr angetan wegen dieser Begegnung. Auf Borbarad und alles, was mit ihm verbunden ist reagierte er sehr gereizt und mit Hass. Er bestätigte unsere Angaben zu dem Hammer und die Zwerge glaubten uns nun völlig. Wenn ich mir Rohezal genau ansah, erkannte ich beim ihm als Seelentier ein weißes Einhorn mit weißem Horn, eine Erkenntnis die mich sehr beruhigte. Cerano erklärte mir noch, dass dieser ganze Ort dem Element Luft zugetan ist, eine Information die mir nichts sagt aber die ich hier gerne festhalten will.

Zurück bei den Zwergen konnten wir erreichen, dass der Hammer bis auf weiteres in einer Halle aus Koschbasalt aufbewahrt wird, dadurch kann er seinen Fluch nicht entfalten. Die Zwerge wollten aber auch keinen Hochkönig wählen ohne den Hammer, als Kompromiss werden sie diese erst in 3 Jahren  durchführen, wenn der Fluch von selbst von dem Hammer abgefallen sein wird.

Jenko Emaneff im Rahja 1018 über die Ereignisse im Phex 1017

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Aus Gazetten und Periodika

Auf unserer langen Reise sind in den letzten Monaten einige Dinge vorgefallen, über die verschiedene Zeitungen berichtet haben. Ich habe die Ausschnitte gewissenhaft gesammelt und in der Chronik abgelegt.

Wir befinden uns gerade auf dem Weg von Vinsalt nach Punin, wo uns der Rabe von Punin, das Oberhaupt der Boronkirche, empfangen möchte.

Über den Verlauf der letzten 19 Monate werde ich demnächst noch detailliert berichten.

Jenko Emaneff im Rahja 1018

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Reise Reise

Die letzten Wochen haben wir uns mit dem Sammeln von Informationen und dem informieren anderer Gruppierungen beschäftigt. Nachdem wir viele Ansatzpunkte erhalten hatten, haben wir begonnen, diese zu erkunden.

Nachdem wir die Gorische Wüste hinter uns gelassen haben, sind wir mit der Hilfe des Ortskundigen Hadshaef Alajana nach Temphis gereist, um den weiten Weg über Mherwed zu vermeiden. Diese Reise war sehr anstrengend aber wir haben dadurch immerhin einige Tage gespart. Nachdem die Straße von Mherwed nach Khunchom erreicht war, konnten wir ohne Probleme diese herrliche Stadt erreichen.

Wenn man so will, haben genau hier, für einige von uns, die Ereignisse ihren Anfang genommen. Hier war es, wo unter anderem Caibre die Familie da Merinal kennen lernte und von wo sie ihre beschwerliche Reise in die Gor unternahmen. Mir wurde viel von den Ereignissen berichtet und auch wenn ich nicht selber daran teilnehmen konnte, werde ich selbige bald nieder schreiben.

In Khunchom gibt es Tempel aller 12 Götter und hier befindet sich die „Heilenden Quellen der Tsa“. Für uns war allerdings die Drachenei-Akademie viel wichtiger. Dort erfuhren wir etwas über die Dämonenkrone. Wir hatten ja bereits Hinweise auf selbige gefunden. In der Akademie wurde uns nun mitgeteilt, dass sie ursprünglich 13 strahlig gewesen sein soll und Teil des Frevlergewandes. Dieses Gewand besteht wohl aus 4 Kleidungsstücken und die Dämonenkrone bringt die Herrschaft über das gesamte Pandämonium. Zum Gewand gehören ein Mantel, eine Spiegelmaske, ein Tuch und die Krone. Sobald Ali wieder voll einsatzfähig ist, dazu gleich mehr, werde ich mit ihm darüber reden. Wir vermuten, dass Borbarad versuchen wird dieses Gewand, zumindest aber die Krone zu erlangen. Nach dem Besuch in der Akademie fuhren wir schnell weiter nach Tuzak. Die vorübergehende Trance unseres Magiers Ali war sehr hilfreich und zwar in zweifacher Hinsicht. Zum einen liegt er uns seit Wochen in den Ohren, wie groß und toll doch das Land Rastullahs sei und wie fortschrittlich. Einigen aus der Gruppe ging dieses schon ein wenig auf die Nerven, aber so ist es halt. Zum anderen hat er uns sehr klar mitgeteilt, dass er nicht beabsichtigt, über das offene Meer zu fahren. Ich mutmaße, er hat Angst vor dem weiten Meer und es hat eher weniger mit irgendwelchen religiösen Gesetzen zu tun, wie er uns weismachen möchte. Ich habe zumindest noch nie etwas vom 57. Gesetz Rastullahs gehört mit der Anmerkung a die besagt „dem Rastullahgläubigen Magier ist es verboten Reisen über das offene Meer zu unternehmen“.  Wir können nur hoffen die „Starre“, die er durch die Kälte in der Gor erlitten hat, hält noch etwas an.

Die Überfahrt nach Tuzak war nicht schlimm und sowohl Cerano als auch Inos betraten nach langer Zeit wieder ihre Heimatinsel. Ich hege allerdings den Verdacht, dass Inos froh war, als wir nach ein paar Tagen wieder abreisten, den familiären Banden entkommen zu sein. Cerano erledigte einige Dinge und unsere nächste Station war Selem.

Ich kann mir kaum eine bessere Stadt vorstellen, in der sich Liscom verstecken konnte, um als Untoter die Rückkehr Borbarads vorzubereiten. Seit den Khomkriegen liegen vieler der Gebäude in Trümmern und es wird noch dauern bis alles wieder hergestellt ist. Das erste Mal in meinem Leben sah ich Echsen und war erstaunt, wie sie sich bewegen und dass es Menschen gibt, die diese sehr schwere Sprache sprechen können. Unsere Nachforschungen führten uns zu einem Haus Liscoms. Trotz der Zeitspanne, erinnerten sich viele Bewohner an einen einäugigen nach starkem
Parfum duftenden Mann. Noch immer gehen in dem Haus fürchterliche Dinge vor sich. Im Kellergeschoß wären wir beinahe in einen Kampf mit Skeletten verwickelt wurden. Durch geschicktes agieren konnten wir diesen vermeiden. Trotz allem sollte eine Abordnung von Antimagiern sich dieses Ortes annehmen.

Viele Informationen kamen nicht heraus. Wir haben mittlerweile ein sehr genaues Bild von den Ereignissen seit Liscoms vermeintlichen Tod in der Gor bis zu den Ereignissen in Dragenfeld. Wir hofften sehr auf Hinweise für zukünftige Ereignisse um unserem Widersacher endlich mal einen Schritt voraus zu sein. Von allen Hinweisen blieb uns nur ein Name übrig. Harun al Matassa, einer der erhabenen in Fasar und ein Schwarzmagier. Wir diskutierten sehr lange wie wir nun weiterhin vorgehen wollen. Ich war dafür die konkrete Spur die wir haben zu verfolgen und nach Fasar zu reisen um zu sehen ob wir an Harun heran kommen. Die anderen meinten aber, es sei nicht möglich diesen Erhaben zu stellen. Sie wollten unsere Reise lieber fortsetzen, um andere Akademien und Regierungen zu informieren. Wir einigten uns dann auf einen Kompromiss. Wir setzen unsere Reise fort und informieren bei erster Gelegenheit Dexter Nemrod. Wir hoffen, so an Informationen zu kommen und einen Weg zu finden wie wir weiter verfahren können.

Wir reisten dann weiter auf dem Landweg ins Horasreich und informierten einige Akademien. Auf dieser Reise trafen wir auch auf Raidri Conchobair, den berühmten Schwertmeister. Caibre und Cerano kannten ihn schon persönlich, da sie das 75. Donnersturmrennen gewinnen konnten, welches von Meister Conchobair ausgetragen wurde. Wir teilten ihm unsere Geschichte mit und er nahm sich Zeit Fragen zu stellen und analysierte unsere Geschichte. Er machte einen sehr netten Eindruck und ich hoffe, wir haben in ihm einen starken Verbündeten gefunden.

Nun haben wir den gesamten Südkontinent fast umrundet. In Punin angekommen erfuhren wir, dass die Zwerge dabei sind einen Hochkönig zu wählen. Dies geschieht nur in extrem gefährlichen Zeiten. Wir entschlossen uns daher ins Zwergenreich Waldwacht zu reisen um zu erfahren ob die Zwerge weitere Hinweise haben.

Ich mache mir sorgen um Ali. Weiterhin ist er in dieser Trance und es scheint keine Besserung in Sicht. Sollen wir weiter reisen oder lieber verweilen bis sich sein Zustand bessert. Leider kann er sich nicht äußern und daher schwimmen wir etwas bei unserer Planung.

Jenko Emaneff Boron 1017

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Jenkos Tagebücher – Startschuss

Moin Leute!

Seit einiger Zeit bastel ich schon an dieser Seite, um unsere Erlebnisse rund um Borbarads Rückkehr niederzuschreiben. Dies wird ein Tagebuch aus der Sichtweise von Jenko, die Artikel dazu wird Sven verfassen. Ich unterstütze hier und da mit ein paar Randinformationen. Die ersten 4 Tagebucheinträge findet ihr bereits auf der Hauptseite. Dort kommt ihr mit einem Klick oben auf den Titel hin.

Auch soll die Seite helfen, Informationen nicht zu vergessen. Wer war nochmal Ucurian Jago? Wie sieht das Szepter des Hüters aus? Was stand in den Prophezeiungen? Diese und weitere Informationen findet ihr auf den einzelnen Seiten in den Kategorien Heldengruppe, Die Zeichen, Dokumente, Artefakte, Borbarad und Personen. Eine ganze Menge Lesestoff ist dort bereits drin, an einigen Stellen wird noch etwas ergänzt. Rechts ist auch eine Suchfunktion, um nach bestimmten Stichworten zu suchen, wenn man etwas nicht auf Anhieb findet. Dank Stephans iPad wird das auch alles am Spieltisch verfügbar sein.

Jeder Tagebucheintrag und auch sonst jede Seite lässt sich von euch kommentieren („Schreibe einen Kommentar“). Ich könnte mir vorstellen, dass es ganz nett wäre, wenn z.B. bei einem Text von Jenko ein Kommentar von Ali dazu auftaucht und sich vielleicht sogar kurze Gespräche zwischen den Helden ergeben.

Wann immer ein neuer Artikel auf der Seite auftaucht, wird automatisch ein Link in unsere DSA-Gruppe auf Facebook gepostet (so habt hier hoffentlich jetzt auch zu diesem Artikel gefunden). Damit müsst ihr nicht regelmäßig nachgucken, ob es einen neuen Artikel gibt. Auch wenn sich an einer Seite etwas ändert, falls ihr z.B. neue Informationen zu einer Person habt, die ich notiert habe, sollte dies automatisch über Facebook an die Gruppe gehen.

Jetzt erstmal viel Spaß beim Stöbern! Am 20.08. frage ich die Inhalte ab. :)

Matthias

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Gorische Wüste

Cerano wollte gerne weiter nach Tuzak um in seiner Akademie etwas zu holen, was für uns wichtig sein könnte, auch die Spektabilität in Fasar  war der Meinung, dass wir unsere Suche in Khunchom weiter verfolgen sollten. Auf  der Reise dorthin machten wir noch einen Abstecher in die Gorische Wüste. Vor einigen Jahren besiegten wir an dieser Stelle Liscom von Fasar. Nun erhofften wir uns an dieser Stelle noch Hinweise zu finden, die uns damals nicht auffielen. Die letzte Station vor der Gorischen Wüste war die Stadt Al’Ahabad, die von Dschinnen errichtet wurde. Es war für mich das erste mal, das ich wahrhaftige Luftdschinne gesehen habe. Mit Hilfe Alis versuchte ich noch Informationen zu sammeln da ich die Sprache nicht verstehe. Ein Händler konnte uns nicht weiter helfen aber verkaufte Ali eine tulamidische Fledermaus. Das erste Geschenk welches ich von Ali erhielt und werde es bei Gelegenheit mal ausprobieren. Ali meint es sei ein gutes Gewürz für Personen die es gerne scharf mögen.

Auf den Weg in die Wüste wurden wir von 12 Khoramsbestien angegriffen. Cerano hat einen Feuerball mitten in dem Rudel explodieren lassen. Diese Kreaturen heulten auf, ließen sich aber nicht von ihren Vorhaben abbringen, uns zu töten. Ein harter Kampf entsprang und Caibre band den Großteil der Bestien an sich. Uns gelang es die Bestien zu besiegen und nur ich wurde ernsthaft verletzt.

Wir erreichten letztendlich den Turm von Liscom und fanden nach kurzer Suche das Testament von Liscom. Wir wissen nicht wie es dorthin kam denn beim letzten mal lag es noch nicht da. Es gab uns Hinweise darauf, dass Liscom ein Haus in Selem besaß. Einige Namen fanden sich auch:

–     Azaril Scharlachkraut (eine Elfe)

–     Urdo von Gisholm, ein Diener und Handlanger Liscoms.

–     Harun al Matassa, ein Schwarzmagier und einer der Erhabenheiten in Fasar.

Als ich erneut meine Unterlagen sichtete fand ich noch den Namen Hamid ben Seyshaban aus Khunchom auf, dies ist wohl ein Tarnname Liscoms.

Wir wollen nun nach Khunchom und Tuzak reisen, danach könnten Selem und die Erhabenheit in Fasar eine Anlaufstelle sein.

Jenko Emaneff Ende Efferd 1017

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Fasar

Nach diesen Stationen machten wir uns auf dem Weg nach Fasar. Um die Anspannungen in der Gruppe ein wenig zu entschärfen schlug ich vor mit Ali, Caibre und Rahjex, einen Avesgeweihten den wir getroffen hatten,  direkt nach Fasar zu reisen wohingegen Inos und Cerano noch einen Abstecher nach Perricum zum Hauptsitz der grauen Stäbe gemacht haben.

Mein erster Besuch in Fasar war atemberaubend. Diese Stadt ist mehr als 3500 Jahre alt und somit die älteste Stadt der Menschen. Ein Schmelztiegel unterschiedlicher Interessen und ich kann mit keinen besseren Ort für Alis  Akademie vorstellen und mir ist nun besser klar warum er so ist, wie er ist. Es war nur Cerano und Ali gestattet die Akademie zu betreten. Wir erfuhren dort so einiges über den bösen Magier Borbarad. Borbarad war in Fasar vor knapp 600 Jahren Spektabilität bevor er die Akademie verlies um in seine schwarze Feste in der Gor zu ziehen. Der jetzige Leiter, Thomeg Atherion, gab uns folgende Informationen. Borbarads eigentlicher Name lautete Tharsonius von Bethana. Er tauchte um das Jahr 510BF erstmals in der Gegend um Kuslik auf. Legenden behaupten, er und Rohal seien Brüder gewesen, vielleicht sogar Zwillingsbrüder. Desweiteren soll Rohal der Lehrmeister von Borbarad gewesen sein. Einige Zeit hatte er einen Lehrerstelle in Bethana inne bevor im Jahre 569BF in Fasar auftauchte. Er stieg schnell auf und forderte schon ein Jahr später die damalige Spektabilität zum Duell. Etwa zur gleichen Zeit nahm er den Namen Borbarad an. Auf welche Informationen er gestoßen ist und was mit ihm passierte weiß man nicht. Er war wie viele andere Spektabilitäten viel auf Reisen und muss dabei schon seine schwarze Feste in der Gorischen Wüste errichtet haben. Im Verlaufe der nächsten 20 Jahre zog er dauerhaft in die Schwarze Feste. Im Jahr 590BF kam es dann zum Krieg der Magier in dem Rohal Borbarad in den Limbus vertrieben hat.

Borbarads Zeichen ist der Buchstabe „B“ in der Schrift Zayad und sein echsischer Name lautet übersetzt „Fluch der Schlange“ Seine Hauptforschungsgebiete waren die Chimärologie, Artefaktmagie und Forschungen hinsichtlich dessen, dass jeder Mensch Magie wirken kann. Sollte er sich eine Armee aus Kriegern aufbauen die zudem noch Magie wirken können, wird er eine fast unschlagbare Armee haben.

Drei Gegenstände fanden Erwähnung die mit Borbarad in Verbindung stehen. Die siebenstrahlige Dämonenkrone, das Kristallherz und der Sphärenschlüssel. Die Liste der Verbündeten Borbarads ist lang, so gehört u.a. ein Untoter Drache mit dem Namen Xyxyx zu seinem Gefolge. Die Spektabilität gab uns noch ein Schutzamulett gegen magische Angriffe.

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